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US Open 2026 – Runde 1: Djokovics Tränen und ein wilder Auftakt

US Open 2026 Runde 1: Djokovics Erstrunden-Aus

Verfasst von Sofia · 03.09.2026 · 4 Min. Lesezeit

Die erste Runde der US Open 2026 ist durch – und sie hat die Favoritenliste gleich kräftig durchgeschüttelt. In unserem Favoriten-Check hatten wir zwei große Namen bewusst mit einem Fragezeichen versehen; schon nach wenigen Tagen New York gab einer davon die bitterste aller Antworten. Aber alles der Reihe nach.

Djokovic – Erstrunden-Aus nach 20 Jahren

Der Paukenschlag kam schon am ersten Tag: Novak Djokovic (Nr. 4) unterlag bei seinem Debüt im Arthur-Ashe-Stadion dem Argentinier Mariano Navone (Weltnummer 44) mit 6:7, 7:5, 6:4, 2:6, 1:6 – nach vier Stunden und 36 Minuten. Djokovic wirkte über weite Strecken angeschlagen, musste sich zweimal übergeben und kämpfte gegen Krämpfe; am Ende fehlte dem 39-Jährigen gegen den frischeren Navone schlicht die Kraft.

Die Dimension: Es war Djokovics erstes Erstrunden-Aus bei einem Grand Slam seit 2006 – und das Ende einer sagenhaften Serie von 78 Auftaktsiegen in Serie bei Majors. Weil der 39-Jährige im entscheidenden Satz sogar mit den Tränen kämpfte, während ihn das Publikum trug, ging es plötzlich um mehr als nur den 25. Titel: Nach den jüngsten frühen Pleiten stellt sich beim erfolgreichsten Spieler aller Zeiten die Frage, wie viel er seinem Körper noch zumuten will. Einen Rücktritt hat Djokovic zwar nicht verkündet – doch er sagte selbst, er brauche nun Zeit, um über seine Zukunft nachzudenken. Wir hoffen er findet nochmal zu alter Stärke zurück und begeistert und noch länger.

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Ausgeschieden: Fils, Jodar, Bejlek und weitere Gesetzte

Djokovic war nicht der einzige prominente Abgang aus unserer Vorschau. Ausgerechnet Arthur Fils, den wir als heißesten Underdog gehandelt hatten, scheiterte an Stefanos Tsitsipas – 6:4, 7:6, 6:1, 6:4. Möglicherweise steckte Fils der Kraftakt seines Cincinnati-Titels aus der Vorwoche noch in den Knochen; zugleich zeigte der frühere Weltranglisten-Dritte und zweifache Grand-Slam-Finalist Tsitsipas mit seinem ersten Sieg im sechsten Duell, dass mit ihm wieder zu rechnen ist.

Noch spektakulärer erwischte es unseren zweiten Next-Gen-Tipp: Der erst 19-jährige Rafael Jodar ging beim 2:6, 1:6, 1:6 gegen den als Lucky Loser nachgerückten Bu Yunchaokete (Weltnummer 124) sang- und klanglos unter – und wurde damit zum höchstgesetzten Spieler, der in der Open Era je in Runde eins der US Open an einem Lucky Loser scheiterte. Auch unser Damen-Geheimtipp, die junge Tschechin Sára Bejlek, verabschiedete sich bereits zum Auftakt. Überraschungen, das zeigt sich, gehen eben in beide Richtungen.

Bei den Herren erwischte es außerdem Cameron Norrie und Matteo Arnaldi, im Damenfeld fielen mit Belinda Bencic (die höchstgesetzte Verliererin) und der früheren Major-Siegerin Barbora Krejčíková zwei klingende Namen. Immerhin: Die kompletten Top 10 der Damen überstanden den Auftakt.

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Die Favoriten liefern – teils mit Mühe

Ganz anders lief es für die beiden Titelverteidiger. Carlos Alcaraz, das andere große Fragezeichen unserer Vorschau, meldete sich nach 139 Tagen Verletzungspause eindrucksvoll zurück: ein souveränes 6:4, 6:4, 6:4 gegen Roman Safiullin, ganz ohne sichtbaren Rost. Und Aryna Sabalenka startete ihre Jagd auf den dritten Titel in Folge mit einem lockeren 6:2, 6:4.

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Nicht alle Topgesetzten hatten es so leicht: Alexander Zverev, als Nummer 1 gesetzt, entkam gegen Lorenzo Sonego erst nach 4:52 Stunden einem Fünf-Satz-Drama, und Geheimtipp Flavio Cobolli drehte seine Partie sogar aus einem 0:2-Satzrückstand. Auf der sicheren Seite waren dagegen Taylor Fritz (glatt in drei Sätzen) sowie bei den Damen Iga Świątek, Coco Gauff, Elena Rybakina, Jessica Pegula, Naomi Osaka, French-Open-Siegerin Mirra Andreeva und Publikumsliebling Alexandra Eala.

US Open 2026: Runde 1 hat es in sich

Für einen echten Feel-Good-Moment sorgte Gaël Monfils, der ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag gewann, seine Grand-Slam-Karriere verlängerte und sich vom Publikum mit einem Geburtstagsständchen feiern ließ. Weniger märchenhaft lief es für zwei andere Routiniers: Wildcard Venus Williams verlor mit 46 Jahren gegen Sofia Kenin, und auch Wimbledon-Überraschung Arthur Fery war schon in Runde eins Geschichte. Nach diesem Auftakt ist klar: Die US Open 2026 sind so offen wie selten – und für alle, die mittippen, gilt schon jetzt: Kein Favorit ist sicher, kein Außenseiter chancenlos.

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